Programm


Klaudyna Schulze-Broniewska – Violine
Thomas Georgi – Violoncello
Yuko Yamashiro – Klavier

Meisterwerke:
Klaviertrios von Haydn, Brahms und Mendelssohn-Bartholdy

Joseph Haydn - Klaviertrio Nr. 39 in G-Dur
Johannes Brahms Klaviertrio Nr. 3 c-Moll op. 101
Felix Mendelssohn-Bartholdy - Klaviertrio d-Moll op. 4

Klaviertrios nehmen bei Joseph Haydn neben den Streichquartetten den wichtigsten Platz in seiner Kammermusik ein. Das wohl bekannteste davon ist das Klaviertrio Nr. 39 G-Dur von 1795. Sein ausgelassenes und feuriges Finale verhalf dem ansonsten liedhaften und freundlichen Stück zu seinem Namen: Zigeunertrio. Die Geigerin Klaudyna Schulze-Broniewska, 1. Konzertmeisterin beim Brandenburgischen Staatsorchester, der Cellist Thomas Georgi und Yuko Yamashiro am Flügel spielen am Sonntag, 28. Oktober, um 17 Uhr im Schlossgarten in Neuruppin Klaviertrios von Joseph Haydn, Johannes Brahms und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Von Brahms haben die Musiker das Klaviertrio Nr. 3 c-Moll ausgewählt, das 1886 - also ein Jahrhundert später - entstand. „Welch ein Werk ist das! Genial durch und durch in der Leidenschaft, der Kraft der Gedanken, der Anmut, der Poesie“, schrieb Clara Schumann euphorisch in ihr Tagebuch. Auf engstem Raum, in nur 20 Minuten, konzentriert Brahms hier eine viersätzige Sonatenfolge. Der erste pathetisch-wilde Satz ist der gewichtigste. Im zweiten bauen die Streicher beklemmende Erregungen auf. Der dritte, langsame Satz gönnt erstmals Ruhe. Er malt ein verzauberndes lyrisches Bild, bevor Brahms im vierten Satz zu Konflikt und Grimm zurückkehrt, nun mit einem ungarischen Tonfall unterlegt. Das Klaviertrio d-Moll von Felix Mendelssohn-Bartoldy entstand genau zwischen diesen beiden Trios von Haydn und Brahms. 1840 wurde es erstmals im Gewandhaus Leipzig aufgeführt und löste große Begeisterung aus. Die Verleger in London und Paris sahen das allerdings anders. Es wäre zu anspruchsvoll und verspreche nur einen schmalen Umsatz, meinten die Engländer. „Für hier ist es zu gelehrt, um dankbar zu seyn“, antwortete ein Pariser Verlag. Robert Schumann jedoch rezensierte in der Zeitung „Neue Musik“: „Es ist das Meistertrio der Gegenwart … eine gar schöne Komposition, die nach Jahren noch Enkel und Urenkel erfreuen wird“.


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